Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger)

Die Arbeiterinnen sind ca. 3-4mm groß. Sie sind einheitlich schwarz und die Körperbehaarung auf dem Hinterleib ist silbrig. Die Königinnen sind ca. 8-9mm und die Männchen ca. 3,5-4,5mm groß.

Der Nestbau erfolgt bevorzugt unter Steinen, Gehweg- und Terrassenplatten, häufig an der Gebäudesüdseite und gelegentlich auch mal in Gebäuden (Dämmung, Hohlräume). Meist dringen sie jedoch im Frühjahr in Gebäuden ein, wenn sie auf Nahrungssuche sind und noch Nahrungsmangel im Freiland herrscht. Sobald etwas gefunden wurde (meist etwas Zuckerhaltiges) wird eine Pheromonspur zurück ins Nest gelegt und die klassischen Ameisenstraßen entstehen.

Im Freiland ernähren sie sich von Honigtau, die Ausscheidungen der Blattläuse. Diese werden wiederum von den Ameisen beschützt. Wurzelläuse werden teilweise in den Nestern gezüchtet, um die Wege zu verkürzen. Proteinreiche Nahrung wie Insekten werden an die Larven verfüttert.

Schwärmzeit ist zwischen Mai und September.

Braune Wegameise (Lasius brunneus) 

Die Königinnen werden bis zu 10mm groß und die Männchen hingegen nur 4-5mm. Sie bauen ihre Nester häufig in morschem, durch Pilze vorgeschädigtem, Holz. Gerne auch mal in der Dämmung, Styropor und Zwischenböden/-decken. Daher gilt es immer herauszufinden, ob womöglich Wasserschäden nicht ganz saniert wurden, da solche Holzbalken komplett zerstört werden. Sie tragen sogar Wasser zum Holz, um den Pilz im Holz weiter zu züchten.

Oftmals fällt ein Befall der braunen Wegameise mehrere Jahre nicht auf, da sie offene Flächen meiden und eher verborgene Laufwege benutzen und ihre Nester dementsprechend ansiedeln. Entdeckt wird der Befall meist erst in der Schwarmzeit (ca. Mai-August), wenn hunderte geflügelte Ameisen (Geschlechtstiere, also Männchen und Königinnen) aus dem Nest kommen, um sich im Hochzeitsflug zu paaren. Dies geschieht i.d.R. sehr früh morgens. Die Geschlechtstiere nehmen keine Nahrung auf, sodass dann nur noch der gezielte Einsatz von Kontaktinsektiziden möglich ist. Arbeiterinnen kann man zuvor noch mit Fraßködern bekämpfen.

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