Speckkäfer (Dermestidae)

Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci)

Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae)

Australischer Teppichkäfer (Anthrenocerus australis)

Speckkäferlarve mit den charakteristischen Pfeilhaaren

Zuvor genannte Speckkäfer sind die am häufigsten in Gebäuden anzutreffenden Speckkäferarten. Die ausgewachsenen Käfer erreichen eine Größe von 2-5mm. Sie sind flugfähige Käfer und kommen vereinzelt immer wieder mal hineingeflogen und legen ihre Eier in dunklen Ritzen ab z.B. hinter Fußleisten. Die Larven sind ca. 5mm groß und sehr behaart. Sie verfügen über Pfeilhaare, die bei einem starken Befall zu allergischen Reaktionen führen können.

Die Larven ernähren sich von Keratinhaltigen Substanzen wie Haare, Federn, Kaschmir, Echthaarteppiche, Echthaarpelze usw.

Das vereinzelte Auftreten der Käfer im Frühjahr ist völlig normal. Handlungsbedarf besteht erst bei sehr häufigem Sichten der Larven bzw. wenn sie oben genanntes zerfressen.

Sollte Handlungsbedarf bestehen, ist lediglich eine Spritzbehandlung notwendig. Ebenso wichtig ist, dass die Anziehsachen bei 60° C gewaschen werden (falls nicht möglich; einfrieren bei Minimum -18°C für min. 72h oder eine professionelle Textilreinigung), um die Larven und Eier abzutöten.

Gemeine Speckkäfer (Dermestes lardarius)

Der gemeine Speckkäfer wird 7-10mm groß. Sie sind auch flugfähig. Die Eiablage erfolgt am Nahrungssubstrat. Die Larven werden ca.15.18mm groß. Sie fressen ebenfalls Keratinhaltige Substanzen. Oftmals kommen sie an Kadavern vor.

Der gravierende Unterschied zu den anderen Speckkäfern ist, dass sich der gemeine Speckkäfer zur Verpuppung in halbfeste Materialen wie weiches Holz, Kork, Gips, Mörtel usw. bohrt. Dort erfolgt dann auch die Überwinterung.

Auch hier ist eine Spritzbehandlung notwendig. Weiterhin sollten die Materialien, in denen sich die Puppen befinden, je nach Möglichkeit entfernt werden. Weitere Maßnahmen können nur nach Absprache vor Ort unter Berücksichtigung der Gegebenheiten abgesprochen werden. 

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